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Kölner Dom Was darf man dort als Kölner alles?

Wir haben in Köln eine der schönsten Kirchen Deutschlands direkt in der Nachbarschaft. Da wäre es ja fast bedauerlich, die nicht zu nutzen. Hochzeit, Taufe, Beerdigung - was darf man eigentlich alles im Kölner Dom?


Hochzeit

Heiraten dürfen Sie, vorausgesetzt Sie sind katholisch und haben die Erlaubnis ihrer Gemeinde. Mit einer Vorlaufzeit von rund einem halben Jahr können Sie mit dem Erzbistum einen Termin für Ihre Hochzeit ausmachen, dieser muss allerdings an einem Samstag zwischen 14 und 16 Uhr liegen.

Bezahlen müssen Sie für die Miete im Dom nichts, lediglich für einen Organisten fallen rund 50 Euro an.

Eine Trauung im großen Hauptschiff des Doms ist nicht möglich, da der Dom für Hochzeiten nicht gesperrt wird. Ihr Ja-Wort geben Sie sich stattdessen in der Sakramentskapelle. Dort passen rund 60 Gäste hinein.

Lediglich sechs Hochzeiten hatte es im Jahr 2014 im Dom gegeben. Das liegt daran, dass sich viele Brautpaare von den Umständen abschrecken lassen: Weder können Sie mit dem Auto vorm Dom vorfahren, noch haben Sie Dom oder Domplatte nach der Trauung für sich allein. Auch muss alles sehr zügig gehen, um die folgenden Gottesdienste nicht zu stören.

Termine sind jedoch grundsätzlich an jedem Samstag im Monat möglich.

 

Taufe

Taufen verlaufen nach dem gleichen Prinzip wie Hochzeiten. Auch hier ist eine Anmeldung erforderlich, das Zeitfenster liegt ebenfalls samstags zwischen 14 und 16 Uhr.

Kosten fallen nicht an. 57 Mal kam dies im Jahr 2014 vor. Eine Sperrung für die Öffentlichkeit gibt es nicht.

 

Beerdigung

Beisetzungen im Dom sind den katholischen Ehrenbürgern der Stadt vorbehalten. So gab es zum Beispiel für Konrad Adenauer, Alfred Neven DuMont sowie Willy Millowitsch eine öffentliche Trauerfeier.

Als Privatperson wird man im Regelfall im eigenen Pfarrbezirk beerdigt, eine Trauerfeier im Dom ist nicht möglich.

Einzige Ausnahme: Personen aus der Personalgemeinde des Doms, also zum Beispiel Messdiener oder Mitarbeiter der Dombauhütte, die ihr halbes Leben im Dom verbracht haben.


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