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Blutspenden Ferienzeit! Frische Konserven gesucht!

Wussten Sie, dass die roten Blutkörperchen eines einzigen Menschen den Äquator fünfmal umschlingen... oder einen 600.000 Kilometer hohen Geldrollenstapel bilden würden? Radio Köln hat alle Infos für Sie!


Blut ist teurer als Benzin! Unser Blut fließt mit 1,1 Metern pro Sekunde - oder 4 Kilometern pro Stunde durch Arterien, Kapillaren und Venen. Jede Minute fließt es damit einmal komplett durch den Kreislauf im Körper. Wow!

Seitlich aneinandergereiht ergäben die roten Blutkörperchen - die Erythrozyten eines Menschen - eine Kette, die den Äquator etwa fünfmal umschlingen würde. Geldrollenartig gestapelt ergeben sie einen Stapel von etwa 60.000 Kilometern. Über die im Blut schwimmenden Hormone erfahren die Körperzellen zum Beispiel, was ihnen blüht: gibt es einen entspannten Abend auf der Couch? Ein heißes Date? ...oder steht eine stressige Prüfung an?

Besonders in Krankenhäusern oder im Rettungsdienst wird regelmäßig viel verpacktes Blut gebraucht - zum Beispiel bei Notfällen oder dringenden Operationen. Dann ist es natürlich gut, auf Lagerbestände zurückgreifen zu können. Ewig liegenlassen kann man Blutkonserven allerdings nicht - sie sind nur 42 Tage lang haltbar und müssen also bis zu diesem Tag verbraucht werden.

Allerdings ist der Aufwand groß, pro Spende entstehen dem DRK-Blutspendedienst West Kosten von durchschnittlich 134 Euro. Diese Kosten übernehmen die Krankenhäuser normalerweise 1 zu 1. Fünf Liter Blut kosten demnach etwa 1.350 Euro. Zum Vergleich: 5 Liter Rohöl schlagen mit 3,23 Euro zu Buche, 5 Liter Benzin kosten 7,50 Euro (bei 1,50 Euro/Liter Super). Ein halber Liter Druckertinte (bei 7,42 Euro/8 Milliliter) hat einen Wert von rund 465 Euro. Unser Blut ist also ein richtig kostbarer Tropfen!

In Köln spenden übrigens die Menschen in Porz besonders viel Blut: Im Schnitt kommen hier rund 200 Menschen zu den Spendeterminen. Auch wichtig: Generell dürfen keine Menschen spenden, die ein erhöhtes HIV-Risiko tragen. Beispielsweise schwule Männer sind in Köln ausgeschlossen. Auch wer für längere Zeit in bestimmte Länder gereist ist, kann gesperrt sein. Der Hintergrund: Man will das Risiko für eine mögliche Übertragung von Infektionskrankheiten ausschließen und einfach auf Nummer sicher gehen.

Zum Weltblutspendetag haben wir außerdem einen wichtigen Tipp für Sie: Bringen Sie Ihre Blutgruppe in Erfahrung - zum Beispiel bei einem Hausarzttermin - und tragen Sie diese wichtige Information auf einem Notfall-Zettel immer bei sich! Denn die Kenntnis über die Blutgruppe kann auch für Mediziner lebenswichtig sein!

37 Prozent der Menschen in Deutschland haben übrigens die Blutgruppe "A Rhesus positiv (A+)". Auch "0 Rhesus positiv" ist sehr verbreitet. Anders sieht es mit der "AB Rhesus negativ (AB-)" aus. Nur gut 1 Prozent der Bevölkerung läuft damit durchs Leben. (Beitrag vom 14.06.16 / mk)

 

Falls Sie auch spenden möchten, können Sie dies zum Beipiel in der Uniklinik tun:

transfusionsmedizin.uk-koeln.de

Kerpener Straße 62 (Gebäude 39)

Telefon: 0221 - 478 - 4805 / - 4775 / - 6179

Öffnungszeiten:

Montag bis Mittwoch von 11 bis 20 Uhr

Donnerstag bis Samstag von 7.30 bis 14 Uhr


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