Mittwoch, 23.05.2018
05:04 Uhr


Archiv

Winterdienst Wenn's geschneit hat

Eis und Schnee sind nicht nur ein Traumwetter für Kinder und Wintersportler, sondern bringen auch einige Pflichten für Mieter und Hauseigentümer mit sich. Wir haben für Sie die wichtigsten Winterregeln vom Mieterverein Köln zusammengefasst:


Wer muss den Winterdienst erledigen? 

In der Regel ist der Hauseigentümer oder Vermieter für die Schnee- und Eisbeseitigung zuständig. Sofern es jedoch eine Vereinbarung im Mietvertrag gibt, muss der Mieter den Winterdienst übernehmen. Es gibt allerdings kein Gewohnheitsrecht, wonach die Mieter oder insbesondere die Erdgeschossmieter den Schnee schippen müssen.
Der Vermieter oder Eigentümer kann einen Hausmeister oder einen gewerblichen Räumungsdienst beauftragen. Die Kosten werden in den Nebenkosten mit abgerechnet. Sollte allerdings im Mietvertrag stehen, dass der Winterdienst abwechselnd von den Mietern übernommen wird, so muss der Eigentümer einen Schneeplan erstellen und für Arbeitsgeräte sowie Streumittel sorgen. Auch wenn der Vermieter den Winterdienst an die Mieter weitergegeben hat, bleibt er trotzdem in der Verantwortung und muss kontrollieren, ob die Mieter ihre Pflichten erfüllen. Sollten Berufstätige oder Mieter aus privaten Gründen nicht ihren Dienst erledigen können, müssen sie sich um eine Vertretung kümmern.

 

Wann und was muss geräumt werden? 

Die Räum- und Streupflicht beginnt in der Regel um 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr oder 9 Uhr, und endet um 20 Uhr. In Einkaufs- und Geschäftsstraßen muss noch nach 20 Uhr geräumt und gestreut werden. Schneit und gefriert es im Laufe des Tages, muss der Winterdienst wiederholt werden.
Gefegt und gestreut werden müssen der Hauseingang, der Bürgersteig sowie die Gehwege zu Mülltonnen und Parkplätzen oder Garagen. Die Gehwege sollen mindestens 1,50 Meter breit geräumt werden, so dass zwei Fußgänger problemlos aneinander vorbeigehen können.

 

Was passiert bei einem Unfall? 
Wer laut Mietvertrag zum Winterdienst verpflichtet ist, muss diese Arbeit ordnungsgemäß erledigen. Wird die Räum- und Streupflicht speziell bei Glatteis nicht eingehalten und es kommt zu einem Unfall, hat der Passant unter Umständen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Sollte allerdings trotz Einhaltung des Winterdienstes ein Passant stürzen, so ist der Betroffene mitverschuldet, da er sich bewusst auf das Glatteis begeben hat.


 


Anzeige
Zur Startseite