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Prozess Messerstecher droht lange Haftstrafe

Vier Jahre nach einer blutigen Messerstecherei in der Kölner Altstadt hat am Freitagmorgen der Prozess gegen einen damaligen Türsteher begonnen.


Der 39 Jahre alte Angeklagte soll im August 2014 laut Staatsanwaltschaft einen Gast einer Altstadtkneipe erst mit einem Schlagstock am Kopf schwer verletzt und dann später mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Die Anklage lautet Totschlag, damit droht dem Mann eine lange Haftstrafe.

Angaben zu den Vorwürfen machte der Angeklagte nicht. Die Nebenklage erklärte, ihr Mandat habe nur Dank einer Notoperation den Messerstich in den Unterbauch überlebt. Auslöser des Streits war laut Staatsanwaltschaft die Belästigung einer Frau.

Die Anwältin des Opfers erklärte, ihr Mandant habe die Frau von hinten in den Po gezwickt, weil er gedacht habe es sei eine alte Tanzpartnerin. Er habe sich aber sofort entschuldigt als der Irrtum aufgefallen sei. Trotzdem sei es zu dem Angriff durch den Angeklagten, dem damaligen Türsteher des Lokals gekommen.

Das Urteil in dem Fall ist für Mitte Oktober angekündigt. (11.07.2017, RDÜ)


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