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26.08.2017 Geld oder Rente?

Wer eine private Rentenversicherung abgeschlossen hat der wird sich irgendwann entscheiden müssen: Geld oder Rente? Denn das Geld kann entweder komplett ausgezahlt werden oder - wie bei der Rente - Monat für Monat. Doch was ist eigentlich sinnvoller?


Eigentlich ist uns allen klar: Allein mit der staatlichen Rente wird das Leben im Alter schwer bis unmöglich. Um den eigenen Lebensstandard halten zu können ist eine private Absicherung ratsam. Eine private Rentenversicherung ist dabei eine Wette auf ein langes Leben. Wer also früh stirbt der verliert. Ein Beispiel: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines 63jährigen Mannes liegt heute bei uns bei ca. 20 Jahren. Frauen werden noch etwas älter. Meist sind die Rentenangebote schon seit langem bestehender Versicherungen im Vergleich mit aktuellen Sofortrenten deutlich günstiger, weil man heute wegen der gestiegenen Lebenserwartung und der niedrigen Zinsen anders kalkuliert. Jetzt gibt es noch - anders als bei der gesetzlichen Rente - das besondere Schmankerl: Das ganze Geld kann auf einen Schlag ausgezahlt werden. Lohnt sich das? Finanzexperte Maximilian Blusch hat nachgerechnet!
"Mit dem ausgezahlten Geld können Sie sich Ihren größten Wunsch erfüllen. Etwa das Wohnmobil oder die Weltreise. Aber Sie können auch Ihre Schulden reduzieren, beispielsweise wenn Ihr Darlehen für Ihre Immobilie noch nicht zurückgezahlt ist. So ersparen Sie sich die entsprechende monatliche Rate. Natürlich können Sie das Geld auch anlegen. Bei der heutigen Niedrigzinsphase lohnt sich eine Anlage in festverzinslichen Wertpapieren aber kaum, da diese nur eine sehr niedrige Verzinsung erbringen. Alternativ dazu könnten Sie das Geld zum Beispiel in Aktienfonds investieren. Dann sollten Sie nicht unbedingt direkt über die gesamte Summe verfügen müssen, da eine Anlage in dieser Form Kursschwankungen ausgesetzt ist. Auch über die Besteuerung muss man sprechen. Einmalauszahlungen aus privaten Rentenversicherungen bleiben in der Regel steuerfrei soweit die Versicherung vor 2005 abgeschlossen wurde, der Vertrag eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren hatte und mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt wurden."
Bei jüngeren Verträgen wird die Hälfte des sogenannten Ertragsanteils besteuer. Der errechnet sich aus der Ablaufleistung - also das was sie rausbekommen - abzüglich Ihrer gezahlten Sparbeiträge. Wenn es bei ihnen soweit ist, sprechen Sie mit ihrem Berater bei Sparkasse oder Bank.


Mehr Infos unter:
https://www.sparkasse-koelnbonn.de/de/home/privatkunden/altersvorsorge.html

 


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