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NSU Zschäpe soll lebenslang in Haft

Im Münchner NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft lebenslange Haft für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe gefordert. Die rechtsterroristische Gruppe hat laut Anklage zehn Menschen getötet.


Im Plädoyer ging es erneut auch um die Anschläge, die der NSU in Köln verübt hat. Diese Taten sind laut Bundesanwaltschaft genauso schwer zu ahnden wie die Mordfälle.

Den Bombenanschlag in der Keupstraße von 2004 wertet die Bundesanwaltschaft als 32-fachen versuchten Mord, weil so viele Menschen theoretisch durch den Sprengsatz hätten getötet werden können. Damals wurden 23 Opfer verletzt, zu Tode kam wohl nur durch Zufall niemand. Auch die Tat im Lebensmittelladen an der Probsteigasse, bei der eine junge Frau schwerste Verbrennungen erlitt, gilt den Anklägern als Mordversuch.

Ab Mittwoch haben Opfer und Hinterbliebene Gelegenheit, ihre eigenen Plädoyers zu halten. (VK, 12.09.2017)


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