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Fans erbost über Ingame-Käufe in "Star Wars Battlefront 2"

Abgesehen von der bereits am 14.11. veröffentlichten Deluxe Edition erscheint "Star Wars Battlefront 2" erst am 17. November - doch schon jetzt bricht das Spiel Rekorde in Sachen Negativ-Schlagzeilen. Schuld sind neben einem harsch kritisierten Singleplayer-Modus vor allem die aggressiv ins Spiel implementierten Mikro-Transaktionen: Noch mehr als Warners "Mittelerde: Schatten des Krieges" und "Need for Speed: Payback" setzt das "Star Wars"-Spektakel auf den Echtgeld-Kauf von solchen Objekten, die nicht nur kosmetischer Natur sind, sondern sich außerdem auf die Spiel-Balance auswirken.

Sämtliche käuflichen Inhalte lassen sich auch auf herkömmlichem Wege freispielen - doch die Ingame-Güter im Gesamtwert von 2.100 Dollar zu erspielen, würde laut der Rechnung eines enttäuschten Fans über 4.500 Stunden dauern. In seiner Kalkulation geht der Spieler allerdings von einigen strittigen Theorien aus - die tatsächliche Freispielzeit könnte entsprechend niedriger oder sogar höher ausfallen. Zum Beispiel ignoriert seine Kalkulation den Umstand, dass man einige Zeit benötigt, um alle Ingame-Karten auf die dritte Stufe zu bringen - auch die Freischalt-Zeit für Helden wie Luke Skywalker oder Darth Vader wurde nicht berücksichtigt.

Anders als die sonst für derartige Mechanismen bekannten "Free to Play"-Spiele gehört "Battlefront 2" zur Kategorie der "Premium"-Games - das heißt, der Spiele-Client wird auf herkömmlichem Wege und für einen Einstiegspreis von 50 bis 70 Euro gekauft. Die Praxis der Hersteller, auch Blockbuster-Entwicklungen immer häufiger mit Mikro-Transaktionen zu verknüpfen, hat in diesem Weihnachtsgeschäft nach Empfinden vieler Spieler endgültig überhandgenommen.

Entsprechend harsch fallen bei der "Akte Battlefront" die Reaktionen vieler Fans aus: Auf Metacritic haben über 2.100 Spieler dem "Star Wars"-Game die desaströse Durchschnittsnote "1 von 10" verpasst. Außerdem klagen viele Angestellte von Hersteller Electronic Arts und den verantwortlichen Entwickler-Studios über wüste Beschimpfungen oder sogar Morddrohungen. Ein Gerücht, nach dem EA zeitweise den Stornierungs-Button aus seinem "Origins"-Store entfernt hatte, um User daran zu hindern, die Vorbestellung des Titels zu widerrufen, hat sich allerdings als falsch erwiesen.

teleschau - der mediendienst

Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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