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Neue Sicherheitslücken bei Intel-Chips

Nach "Meltdown" und "Spectre" haben Forscher acht neue Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren gefunden

Nur fünf Monate ist es her, als das Bekanntwerden massiver Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren ein großes Echo in der IT-Welt auslöste. Die Schwachstellen "Spectre" und "Meltdown", die sehr viele Intel-CPUs aufwiesen, verstärkten die Sorge vor Angriffen auf Server und Privat-PCs. Nun wollen Forscher gleich acht neue Lücken gefunden haben, vier davon seien als hochriskant einzustufen. Dies berichtet das Computermagazin "c't". Wie es weiter heißt, hätten die Schwachstellen bereits Nummern im Verzeichnis aller Sicherheitslücken, dem sogenannten "Common Vulnerabilities Enumerator", bekommen. Intel halte entsprechende Informationen derzeit noch geheim. Das Magazin, dem "exklusive Informationen" vorliegen, verzichtete seinerseits auf die Veröffentlichung von Details, solange die Möglichkeit bestehe, dass Intel entsprechende Updates bereitstelle.

Akut gefährdet seien derzeit besonders Passwörter sowie "geheime Schlüssel zur Datenübertragung". Die möglichen Angriffsszenarien seien als ähnlich einzustufen wie bei "Sprectre" und "Meltdown", jedoch mit einer Besonderheit: "Eine der neuen Lücken vereinfacht Angriffe über Systemgrenzen hinweg so stark, dass wir das Bedrohungspotenzial deutlich höher einstufen als bei Spectre", schreibt das Magazin. Wann Updates des Herstellers Intel zu erwarten sind, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings plane Intel laut des IT-Experten Jürgen Schmidt offenbar eine erste "Patch-Welle" im Mai, eine zweite solle im August folgen. Die konkrete Gefahr für Firmen- wie Privat-PCs sei zunächst gering, weil diese im Normalfall Schwachstellen aufweisen, die einfacher auszunutzen seien.

Jan Treber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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