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Razzia Rockergruppe "Osmanen Germania" durchsucht

Am frühen Dienstagmorgen haben rund 800 Polizeibeamte in Köln und über 20 weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen Vereinsräume der Rockergruppe "Osmanen Germania" durchsucht.


Das hat das NRW-Innenministerium bestätigt. Insgesamt wurden demnach mehr als 40 Objekte durchsucht. Dabei würden auch Spezialkräfte eingesetzt, weil die Rocker als gefährlich gelten. Mit den Durchsuchungen will man mehr über den Verein erfahren.

Die Rockergruppe "Osmanen Germania" hat laut NRW-Innenministerium rund 150 Mitglieder in Nordrhein-Westfalen und etwa 300 bundesweit. Sie würde vorgeben, sich als Boxclub um Jugendliche zu kümmern, tatsächlich sei es aber schon mehrfach zu schweren Körperverletzungen und versuchten Tötungsdelikten gekommen.

Außerdem werden dem Club Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und Staatspräsident Erdogan nachgesagt. Er soll nationalistisch und rechtsextremistisch sein.

Neben NRW gab es auch Durchsuchungen in Baden-Württemberg und Hessen.

Das Polizeipräsidium Essen hat die Razzien in Köln und anderen Städten geleitet.
Sie sagte bislang nur auf Nachfrage, dass vier Privathäuser in Köln durchsucht wurden, Festnahmen habe es nicht gegeben.

(Meldung vom 13.03.18/GL)


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