Freitag, 17.08.2018
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Frankreich Kölner Betreuer nach Unwetter vermisst

Nach der Überschwemmung des Leverkusener Zeltlagers St. Antonius in Südfrankreich hat die Polizei zwei der Camp-Leiter vernommen. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP und verweist auf die Staatsanwaltschaft.


Die Behörden ermitteln demnach unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Betreibens eines Campingplatzes ohne Genehmigung.

Bei dem Mann, der nach dem Unwetter in Frankreich vermisst wird, handelt es sich nach Radio Köln-Informationen um einen Kölner. Der Mann war demnach Betreuer des Ferienlagers mit Kindern aus Deutschland.

Sein Wohnwagen war am Donnerstag in der Nähe der Stadt Nîmes bei einer Überschwemmung mitgerissen und zerstört worden. Seit Samstagmorgen suche Polizei und Feuerwehr weiter nach dem vermissten Betreuer.

Die 120 Kinder der Gruppe sind inzwischen auf dem Rückweg nach Leverkusen und werden dort am Nachmittag erwartet. Nach Angaben der Gendarmerie hatten die Fluten einige Kinder eingeschlossen, diese hätten sich an Bäume geklammert.

Die Region war von heftigen Regenfällen getroffen worden. Mehrere Campingplätze wurden geräumt. Hunderte Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz.

Rund um das Zeltlager gab es im vergangenen Jahr bereits einen Gerichtsprozess. Die französische Kleinstadt, in der das Camp stattfindet, hatte gegen die Leverkusener Veranstalter geklagt.

Ihr Vorwurf: die Container auf dem Gelände seien Schwarzbauten. Das hat das französische Gericht im Dezember aber eigentlich anders gesehen und die Klage zurückgewiesen.

(Meldung vom 10.08.2018/GL)


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