Programm

Die Sicht eines Vaters Ein Kölner kämpft ums Sorgerecht

Christopher Ankerstein darf seine Tochter einmal in der Woche anrufen. Mehr hat er in neun Jahren bisher nicht durchsetzen können.


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Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Ende Juli macht vielen ledigen Vätern in Köln Hoffnung. Sie sehen bessere Chancen, ein Sorgerecht zusammen mit der Mutter zu bekommen, auch wenn die das vielleicht nicht will. Wir haben mit einem Vater gesprochen, der schon lange für ein gemeinsames Sorgerecht für seine Tochter kämpft.

Christopher Ankerstein darf seine Tochter einmal in der Woche anrufen. Mehr hat er in neun Jahren bisher nicht durchsetzen können. Damals hatte die Mutter beschlossen, dass der Vater im Leben seiner Tochter keine Rolle mehr spielen soll, so erzählt er es zumindest.

Der Medienproduzent leidet unter der Trennung von seiner Tochter. Doch er kämpft weiter für ein gemeinsames Sorgerecht. Dabei sei er als Vater oft auf Vorurteile gestoßen, meint der 50jährige Kölner, der sich im Verein Väteraufbruch für Kinder engagiert.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts weckt bei Christopher Ankerstein nun neue Hoffnung, auch wenn seine Tocher in absehbarer Zeit 18 wird. Für ihn wäre schon ein Tag gemeinsames Sorgerecht ein Erfolg, sagt er.

Christopher Ankerstein wartet außerdem auf ein neues Gesetz zum Sorgerecht, das Bundesjustizministerin Leutheusser Schnarrenberger angekündigt hat. Aber selbst dann könnte er auf Telefonanrufe und emails angewiesen bleiben, um mit seiner Tochter Kontakt zu halten, weil die 16jährige sich mittlerweile von ihm entfernt hat. Doch das sei immer noch besser als gar kein Kontakt, meint der Vater.


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