Musik

Lorde: Abgesagtes Israel-Konzert zieht Klage nach sich

Ob man sich bewusst dafür oder dagegen entscheidet, in Israel aufzutreten: Das Land bleibt aufgrund der "BDS"-Bewegung heikles Terrain für internationale Künstler, was in diesen Tagen auch viele Musiker spüren. Weil Lorde zuletzt ein geplantes Konzert in Tel Aviv absagte, wird nun Klage erhoben.

Der Staat Israel geht in Anlehnung an ein Anti-Boykott-Gesetz gegen zwei neuseeländische Lorde-Fans vor, die die Künstlerin in einem offenen Brief zur Konzertabsage aufgefordert hatten. Israel vertritt dabei drei Jugendliche, die bereits Karten für das Konzert in Tel Aviv erworben hatten.

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Lorde folgte mit der Konzertabsage dem Beispiel vieler anderer Künstler, die der "BDS"-Kampagne anhängen ("Boycott, Divestment and Sanctions") und Israel boykottieren, um das Land unter anderem zu einer Abkehr von seiner repressiven Palästina-Politik zu bewegen. Während die neuseeländische Sängerin von dem Verfahren nicht direkt betroffen ist, wird von ihren beiden Fans eine Entschädigung in Höhe von 45.000 Schekel (etwa 10.000 Euro) gefordert.

Im Zusammenhang mit Konzerten in Israel waren zuletzt auch Radiohead und Nick Cave & The Bad Seeds in die Schlagzeilen geraten. Sie hatten sich trotz Kritik von "BDS"-Anhängern wie Roger Waters dazu entschieden, in Israel aufzutreten, um Stellung gegen den kulturellen Boykott zu beziehen.

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Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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