Mittwoch, 17.10.2018
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Rheinauhafen Auch Landesregierung will neue Anlegestellen schaffen

Nachdem die Häfen- und Güterverkehr Köln (HGK) am Montag mitgeteilt hat, dass für Binnenschiffer ab sofort zehn kostenlose Liegeplätze im Niehler Hafen angeboten werden, kommt auch in Bezug auf den Rheinauhafen wieder Bewegung in das Thema.


Wie die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne dos Santos-Herrmann mitteilt, ist auch der Landesregierung daran gelegen, am Rheinauhafen möglichst bald wieder Liegeplätze für Binnenschiffer anzubieten.

Dos Santos-Herrmann hatte die NRW-Regierung zum Thema befragt. Laut deren Antwort geht die Bedeutung der Liegestelle "Rheinauhafen Außenseite" weit über die Landesgrenzen hinaus. Das Landesverkehrsministerium vermittele zwischen HGK und dem Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt.

In einem moderierten Gespräch soll eine sogenannte Dalbenlösung erarbeitet werden. Dalben sind große Metallpfeiler, die in den Rheinboden eingelassen würden und an denen die Schiffe dann festmachen könnten. Allerdings müssten auch Möglichkeiten zum Landgang und Stromtankstellen bereitgestellt werden, heißt es weiter.

Zuvor hatte die HGK mitteilt, dass in den Niehler Häfen bis auf weiteres zehn kostenlose Plätze zur Verfügung gestellt werden. Sie sollen Mannschaften vorbehalten sein, die Ruhepausen brauchen oder Landgänge machen müssen.

Im Frühjahr hatten zahlreiche Binnenschiffer aus Protest über die Liegeplatzsituation in Höhe der Kranhäuser laut gehupt. Hintergrund ist, dass die HGK - angeblich aus Sicherheitsgründen - alle Anlegemöglichkeiten zwischen Südbrücke und Schokoladenmuseum entfernt hatte.

Zur Begründung hieß es, dass zwei Schiffe um die Jahreswende herum Festmachvorrichtungen aus der Kaimauer gerissen haben.

(Meldung vom 17.04.2018/MH)


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